Sonntag, 16.09.2018
Wir stehen früh auf, folgen der üblichen Morgenroutine und checken aus. Auch hier in Florenz zahlen wir City Tax. Dann geht es los zur nächsten Bushaltestelle. Hier lernen wir eine weitere Besonderheit: Wenn der Bus nicht halten muss, weil ein Fahrgast aussteigen möchte, hält er auch nicht an der Bushaltestelle, auch wenn dort Menschen stehen. Man muß kräftig winken, damit der Busfahrer sieht, daß man in seinem Bus einsteigen möchte. Sonst geht er davon aus, daß man auf einen anderen Bus wartet und braust fröhlich vorbei.Unser Zug fährt um 10.13 Uhr ab und wird um 11.43 Uhr in Rom sein. Wieder fahren wir mit Italo und reisen entspannt. Alle fünf Bahnhöfe auf unserer Reise sind Kopfbahnhöfe. Auch in Florenz standen alle Reisenden vor der Gleisanzeige, um dann später im Gruppen auf den Bahnsteig zu gehen.
In Rom angekommen ißt Steffen erst noch eine Kleinigkeit im Bahnhof. In unserem Hotel (4 Sterne Hotel Mondial), das wir gut zu Fuß vom Bahnhof erreichen können, checken wir ein, da es aber noch früh ist, können wir unser Zimmer noch nicht beziehen. Wir geben das Gepäck ab und machen uns zu Fuß auf den Weg. Auch hier ist es heiß und schwül. Da wir 2011 schon einmal in Rom waren und unser damaliges Hotel ganz in der Nähe ist, haben wir uns schnell orientiert. Wir laufen bis zum Pantheon. Die Besichtigung ist kostenfrei, aber es hat sich eine lange Schlange gebildet, die in der Sonne brät. Für meinen Geschmack zu viele Menschen, zu laut, zu heiß.
| Nistet hier in einer Palme und macht einen Höllenlärm |
| Der Trevi Brunnen bei schönstem Wetter |
| Monumento a Vittorio Emanuele II |
Wir kommen daher auf das Angebot des Rezeptionisten zurück, uns ein gutes, nicht so touristisches Lokal in der Nähe zu empfehlen. Wir landen im Est Est Est und finden draußen einen Platz. Gerade kommt unser Essen, da setzt sich ein Paar an den Nebentisch und beginnt auch sofort mit der Unterhaltung: "Hey, where are you guys coming from?" Alles klar, Amerikaner. Naja fast – Karen und Chris kommen aus Toronto.
Sie sind heute morgen gelandet, waren den ganzen Tag zu Fuß unterwegs, leiden am Jetlag und sprechen ordentlich dem Wein zu, daher sind sie völlig aufgedreht und gleichzeitig total K.O. Aber wir haben einen lustigen Abend in dessen Verlauf wir auch viele Soldaten aus dem Heer der Nervensägen (in diesem Fall Straßenverkäufer) abwehren müssen. Karen kauft zwar ein billiges Tuch für 5 Euro, das sie dann auf der Kreuzfahrt (Amalfiküste und Capri) tragen möchte, aber alles andere (Schmuck, geschnitzte Holzschalen, Akkus, Handysticks etc.) wird ohne Erfolg angeboten.
Karen hat dänische Vorfahren und Chris niederländische. Stolz präsentiert er uns seine Sprachkenntnisse und hat Spaß, als auch wir ein paar Brocken niederländisch beisteuern. Die beiden sind große Kreuzfahrtfans und erzählen auch viel über sich. Als sich das Restaurant füllt, werden wir gebeten, uns zu ihnen zu setzen, damit wenigstens ein Tisch wieder frei wird.