Samstag, 15.09.2018
Unserer ursprünglicher Plan für heute (Ausflug nach Fiesole) fällt ins Wasser. Steffen ist erkältungsbedingt nicht fit und geht nach dem Frühstück gleich wieder ins Bett. Ich organisiere beim Zimmermädchen noch frische Handtücher für morgen, hänge das „Bitte nicht stören“ Schild an die Tür und kaufe Steffen noch Getränke. Dann mache ich mich alleine auf den Weg. Zuerst geht es zum Mercato Centrale. Hier kaufe ich für unsere Nachbarin, die unseren Briefkasten hütet, eine Tüte kleine getrocknete Tomaten an einem der vielen verführerischen Stände.Anschließend laufe ich zum Palazzo Pitti und sehe mir dort die verschiedenen Ausstellungen an. Danach erkunde ich noch einige bisher unbekannte Ecken von Florenz, finde nach einigem Suchen auch die hochgelobte Eisdiele „Vivoli“ wieder und gönne mir ein leckeres Eis. Inzwischen habe ich doch etwas mehr Hunger. Es geht zurück zum Mercato Centrale. Im Foodcourt kaufe ich mir einen Teller mit Tomaten, Oliven und Büffelmozzarella, der hier nur „Bufalo“ heißt. Meine Mozzarella Kugel ist ziemlich groß. Aber ich habe auch Hunger und verputze die ganze Portion.
Gegen 17.00 Uhr bin ich wieder im Hotel. Steffen geht es schon besser. Langsam bekommt er Hunger. Ich bin noch pappsatt von meiner großen Bufalo Portion. Steffen hat sich schon ein Restaurant ausgesucht. Es ist gleich um die Ecke und öffnet erst um 19.00 Uhr. Die Bewertungen sind sehr gut und der Wirt klopft dicke Sprüche: Hier gibt nur echt italienisch, also auch keinen Cappuccino nach 11.00 Uhr vormittags und man solle auch nicht darum bitten, das Fleisch durchzubraten, er täte es nicht.
Wir stehen um 19.00 Uhr vor der Tür und bekommen gerade noch so einen Tisch, aber da wir nicht reserviert haben müssen wir bis 20.00 Uhr fertig sein. Ich habe immer noch keinen Hunger, Steffen bestellt sich eine Lasagne. Der Laden ist bestens besucht, das Personal ist nett, locker, fachlich gut und berät mit Leidenschaft. Wir nehmen noch einen Nachtisch, den wir uns teilen. Als wir zahlen möchten bekommen wir noch zwei große Schnapsgläser Limoncello aufs Haus quasi aufgedrängt. Steffen nippt nur, ich verputze den Rest. Am Ausgang wo bezahlt wird, plaudern wir noch kurz mit den Chef. Der schenkt mir noch einen selbstgemachten Wacholderlikör ein. Es ist sehr grün und sehr süß. Wenn Wacholder, dann doch lieber Gin.
Satt, zufrieden und leicht angeschickert (ich) gehen wir wieder ins Hotel und planen die Details der morgigen Weiterreise in die ewige Stadt, nach Rom.