Dienstag, 11.09.2018
Ich habe schlecht geschlafen und wir kommen erst langsam in die Gänge. Mit dem Vaporetto um 11.18 Uhr fahren wir nach Murano. Es ist Venedig Glass Week. Einige Werkstätten sind für das Publikum geöffnet, aber richtig etwas sehen kann man nur, wenn man Eintritt zahlt. Wir besuchen einige schicke Galerien und lassen uns etwas über die Künstler erzählen. Es gibt tolle Sachen zu sehen. Allerdings haben wir in unserer Wohnung weder die „Ausstellungsfläche“, noch wollen wir 4-stellige Summen bezahlen.
 |
| Hier im Ofen wird das Glas erhitzt |
 |
| und anschließend bearbeitet |
 |
| bis am Ende solche Kunstwerke entstehen |
 |
| Eine Deckenlampe aus Muranoglas |
Am Nachmittag fahren wir nach Venedig zurück und besichtigen den Dom San Marco. Der Eintritt ist frei, jedoch muss ich erst in einer Nebenstraße meinen Rucksack abgeben und natürlich mein Tuch bereithalten. Der Dom ist bekannt für seine schönen Mosaik Böden. Leider sind sie größtenteils mit Matten abgedeckt. Der Besucherstrom wird mit Absperrungen durch den Dom gelenkt. Im Dom hat man noch die Gelegenheit für 3 Euro die Schatzkammer, für 2 Euro den Goldaltar und für 5 Euro das Museum mit Zugang zur Terrasse zu besichtigen. Wir entscheiden uns für Goldaltar und Museum.
Leider wird oben im Museum die Zeit ein bißchen knapp, da ich bis 17.00 Uhr den Rucksack wieder abholen muß. Auch hätte ich gerne ein paar Postkarten von den Mosaiken gekauft. Aber der Souvenir Shop hat sehr, sehr pünktlich Feierabend gemacht.
 |
| Die Kuppel mit biblischen Motiven als Mosaiken (unter Verwendung von sehr viel Gold) |
 |
| Blick in den Altarraum |
 |
| Währen draußen auf dem Balkon nur Kopien stehen, kann man im Museum die Originale bewundern |
Wir fahren zurück zum Lido und nehmen testweise den Bus in die andere Richtung in der Hoffnung, dass er in einer Art Roundtrip wieder an unserem Hotel vorbeikommt. Der Plan geht jedoch nicht auf. Der Bus entfernt sich immer weiter vom Anleger. Irgendwann steigen wir aus und nehmen den Bus in die entgegengesetzte Richtung. Der Bus wurde immer voller und voller, und egal wie voll er war, eine kleine italienische Oma passt immer noch rein.
Wieder am Anleger entscheiden wir uns zum Hotel zu laufen und verbinden das mit einem schönen Strandspaziergang. Anschließend schleichen wir uns mit unserem sandigen Füßen durch den Nebeneingang rein und waschen sie im Bidet.
 |
| Die Saison für die Strandhütten ist schon vorbei |
 |
| Füße im Wasser |
Steffen geht noch schnell zum Supermarkt, um Wasser zu kaufen, ich schreibe noch Postkarten. Dann ziehen wir wieder los, um zu Abend zu essen. Bereits am Samstagabend hatten wir uns ein Restaurant ausgesucht, aber keinen Platz bekommen (es war noch Filmfest auf dem Lido). Heute ist es auch voll, aber eine größere Reisegruppe bricht gerade auf und wir bekommen nach 10 Minuten Wartezeit einen Tisch. Mein Salat ist sehr lecker, aber Steffen ist mit seiner Pizza, die sogar einen zweiten Anlauf gebraucht hat, nicht zufrieden. Auf dem Rückweg zum Hotel gibt es noch ein Eis.