Venedig Tag 3

Montag, 10.09.2018

Meine Halsschmerzen werden besser. Dafür ist jetzt die Nase zu. Gestern Nacht habe ich mit verschiedenen Kopfkissen experimentiert und mich letztlich für das Duschtuch entschieden. Die Nacht war also nicht so toll. Um 08.00 Uhr stehe ich auf, dusche mich und gehe an den Strand. Der offizielle Zugang ist geschlossen. Die Saison ist beendet. Jetzt wird alles eingemottet. Aber vor unserem Hotel gibt es auch einen „free beach access“. Den nehme ich und mache einen kleinen Strandspaziergang. Dann muß ich zurück, um Steffen zu wecken. Frühstück gibt es hier nur bis 10.00 Uhr.

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg nach Venedig und besuchen das Peggy Guggenheim Museum für moderne Kunst. Das Museum ist in einem alten Palast direkt am Canale Grande untergebracht und hat einen schönen, ruhigen Garten. Das Museum ist gut besucht. Wir haben Glück und können bei einer Privatführung für ein amerikanisches Paar immer ein bißchen mithören.

"Mare=Ballerina" von Gino Severini

"Empor" von Vasily Kandinsky

"Composition No. 1 with Grey and Red 1938" von Piet Mondrian
Gegen 13.30 Uhr verlassen wir das Museum und lassen uns treiben (in Richtung Eisbude mit dem Schokomousse Eis). Leider ist diese Sorte heute nicht im Programm. Aber ich nehme ein Granite Lemon für meinen Hals. Es ist sehr, sehr lecker und schmeckt nach Bitterlemon. Steffen ißt noch in einem Pasta to go Laden und gönnt sich ein Eis. Ich habe keinen Hunger und schniefe vor mich hin.

Wir laufen zum richtigen Vaporetto Anleger und fahren zur Friedhofsinsel Cimentero. Hier wird seit Jahrhunderten beerdigt. Es gibt einfache Gräber, Mausoleen in unterschiedlichsten Verfallsstadien, Urnenwände und leider wieder auch Stechmücken. Es gibt große Felder für Militärangehörige, aber auch ein großes Feld für Nonnen. Die Hitze und die Mücken halten uns von weiteren Erkundungen ab und wir fahren mit den nächsten Vaporetto zurück nach Venedig und dann weiter zum Lido.

Wir sind um 17.00 Uhr im Hotel und nach einer kleinen Pause machen wir einen schönen und langen Strandspaziergang. Es kommen nach Feierabend noch Menschen zum Schwimmen an den Strand. Große Teile des bewirtschaften Strandes sind jetzt schon geschlossen und werden winterfest gemacht. Wir sind beide ziemlich müde und entscheiden uns für ein kleines Abendessen auf dem Zimmer: Ein Pfirsich und Chips für Heike, ein Tramezzini aus dem Supermarkt und Schokokekse für Steffen.

Wir wenden uns dem Fernseher zu. Ich zappe durch unglaubliche 105 italienische Programme und bin noch nicht am Ende. Einen deutsch- oder englischsprachigen Sender finden wir jedoch nicht.

Direkt vor den Hotel ist eine Art Kiosk-Bar mit ein paar kleinen Tischen. Da finden heute abend die Gäste nicht nach Hause und es geht hoch her. Außerdem habe ich Kopfschmerzen, die Nase ist zu, der Kopf ist dicht und der Husten fängt an.