Donnerstag, 13.09.2018
Das Frühstück war wieder so lala, aber deswegen fährt man ja nicht nach Italien. Aber das Rührei war lecker. Das Waschbecken hat kein warmes Wasser, im Gegensatz zur Dusche und zur Wanne. Als wir an der Rezeption Bescheid sagen, artet es in eine Diskussion aus. Dann ruft die Rezeptionistin doch die Haustechnik an. Der Techniker fummelt ein bißchen herum, dann haben wir heißes Wasser. Später klappt es wieder nicht. Anscheinend müssen das Wasser ewig laufen lassen, damit es warm wird.Auf dem Weg in die Innenstadt kaufen wir Autan, denn die Mücken haben uns schon wieder erwischt. Bei mir geht es noch glimpflich ab, aber Steffen bekommt fiese rote Quaddeln. Unser nächstes Ziel ist der Mercato Centrale. Hier ist ein Metzgerstand neben dem nächsten. Aber auch viel Obst, Gemüse, Pasta, Gewürze und einige Imbisse. Die Spezialität hier sind gekochte Kutteln im Brötchen, Trippa genannt. Ich finde den Geruch nicht appetitanregend, aber die Florentiner stehen drauf.
Im ersten Stock ist ein Foodcourt. Die Stände bereiten sich auf das Mittagsgeschäft vor und haben Proben auf die Theken gestellt. Ich teste Pizza und Gebäck (Cocolocco). Sehr lecker. Wir sind noch nicht hungrig, werden aber später wiederkommen. Nach den Verlassen des Mercato kämpfen wir uns wieder durch die sehr, sehr, sehr zahlreichen Stände mit Lederwaren (in erster Linie Gürtel, Taschen, Geldbörsen und Jacken). Die Händler sind meist Inder oder Pakistani. Zeigt man einen Hauch von Interesse wird man sie nicht wieder los. Mit Höflichkeit kommt man da nicht weiter.
Zum Glück ist es heute bedeckt und nicht so warm, aber meine Nase läuft wie verrückt. Und Steffen fängt jetzt auch an zu kränkeln.
Um 13.45 Uhr finden wir uns zur Stadtführung ein. Daran schließt sich noch eine 2,5 stündige Führung durch die Uffizien an. Anschließend sind wir ziemlich erledigt. Wir lassen uns treiben und um 19.30 Uhr gibt es Abendessen an den Ständen des Mercato Foodcourts. Für mich gibt es verschiedenes frittiertes Gemüse und für Steffen Pizza (nach langem hin- und her überlegen). Zum Nachtisch Sachertorte für Steffen (die Österreicher haben hier auch lange regiert, nach dem die Medici ausgestorben sind) und Tiramisu für mich.
| In den Gängen der Uffizien |
| "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli |
| "Madonna del Cardellino" von Raffaello |