Rückflug nach Berlin

Donnerstag, 20.09.2018

Heute frühstücken wir wieder im Hotel, da die gestrige Alternative nicht wirklich zufriedenstellend war. Danach machen wir unser Gepäck weitest gehend flugtauglich und checken um 10.30 Uhr aus. Da wir erst am Abend zurück fliegen, lassen wir unser Gepäck noch im Hotel.

Zu Fuß machen wir uns ein letztes mal in diesem Urlaub auf den Weg. Wir schauen uns die schicken Geschäfte rund um die spanische Treppe an. Ein luxuriöses Papiergeschäft lacht mich an. Es ist so schick, dass ich es gar nicht betreten mag, aber Steffen schiebt mich rein. Die Verkäuferin preist auch gleich ihre Waren ab. Die Grußkarten sind besonders hübsch, allerdings kosten sie auch 10,00 Euro das Stück. Das möchte ich dann doch nicht ausgeben.

Oberhalb der spanischen Treppe liegt der Villa Borghese Garten. Endlich mal einer schöner Park, der keinen Eintritt kostet. Wir bummeln herum, Steffen kann ich aber nicht für einen längeren Spaziergang begeistern, denn auch für die Mücken ist der Eintritt frei. Aber wenigstens gibt es ein bewirtschaftetes Klohäuschen und für die üblichen 1 Euro nehme ich es in Anspruch. Hierher haben sich auch zwei Menschen in Kostümen aus dem alten Rom positioniert, um Touristen zu Fotos zu bewegen.

Blick über Rom
Wir verlassen den Park und stehen bald darauf auf der Piazza del Popolo. Ab und zu hat es etwas genieselt. Es ist so heiß und schwül, dass meine Brille von innen beschlägt. Wir besichtigen noch zwei Bernini Statuen in der nahe gelegenen Kirche Santa Maria del Popolo. Auch hier hat ein Bettler seinen Stammplatz. Wir gehen weiter durch die Querstraße der Via Condotti. Ich entdecke noch ein Papierwaren- und Bastelgeschäft, das ich gründlich inspiziere, finde aber nichts, was ich nicht auch in Berlin kaufen könnte.

"Jonas" von Lorenzetto

"Habakuk" von Bernini
Langsam wird es Zeit für das Mittagessen, Steffen hat schon diverse Speisekarten durchgelesen und Restaurants angeschaut. Da ich langsam quengelig werde und nicht noch eine halbe Stunde warten möchte, bis Steffen alle Internet Bewertungen genau unter die Lupe genommen hat, gehen wir in ein Restaurant in der Nähe, das ganz gute Bewertungen hat. Wir bestellen Cacio e Pepe mich und Saltimbocca für Steffen. Das Essen überzeugt Steffen nicht, für weniger Geld haben wir schon deutlich besser gegessen.

Nach dem Essen laufen wir zum Pantheon. Ein Nachtisch muß her und hier sind die Eisläden unseres Vertrauens. Für mich gibt es ein Granite von der bekannten und sehr guten Eisdiele Grom. Dann drehen wir eine unserer Traditionsrunden durch den Lindt Shop und stauben jeder eine dicke rote Schokokugel ab. In der Vitrine entdecken wir auch Erdbeeren. Sie werden dann frisch mit Schokolade überzogen. Mit 5 Euro kein Schnäppchen, aber sehr lecker fand Steffen, nachdem er sie verputzt hatte.

Wir haben immer noch genügend Zeit, unser Flug startet erst um 19.55 Uhr und wir haben auch schon online eingecheckt. Deshalb sehen wir uns noch einmal das Katzenasyl an. Eine italienisch/britische Stiftung finanziert es. Der Schwerpunkt liegt auf Impfen und Sterilisieren. Es werden aber auch Katzen vermittelt. Zur Zeit leben 130 Katzen hier. Sie können sich frei bewegen, bis auf die, die aus Krankheitsgründen in ihren Boxen bleiben müssen. Besucher können in den Räumen mit den Katzen spielen und werden über das Projekt informiert. In einem abgeschlossenen Bereich sind unter anderem 5 junge Tigerkatzen unterwegs. Steffen ist hin und weg und kann gar nicht aufhören, mit ihnen zu spielen. Das bringt unseren Zeitplan etwas durcheinander, so dass wir den Bus nehmen müssen, anstatt ins Hotel zurück zulaufen.

Eine schwarze Schönheit

Katzenkraulen im Katzenasyl

Sooo süß!
Kaum haben wir das Asyl verlassen, bricht ein Wolkenbruch los, der nicht mehr aufhört. Wir stellen uns schnell unter. Zum Glück ist direkt vor uns eine Bushaltestelle. Aber ist es auch die Richtige? Das Internet hilft - ja, wir können von hier zum Hotel fahren. Wir quetschen uns mit vielen Anderen in einen Tabacchi und kaufen zwei Bustickets. Jetzt heißt es warten. Die ersten beiden Busse, die Richtung Hotel fahren, sind so voll, dass wir nicht mehr hinein passen. Was nicht überraschend ist, wir sind nicht die einzigen, die jetzt lieber Bus fahren wollen statt zu laufen. Es kommen noch einige Busse vorbei, die uns aber nicht weiterhelfen. Schließlich fährt wieder der richtige Bus vor. Diesmal schaffen wir es noch hinein. An das Abstempeln der Tickets ist aber nicht zu denken. Wir schaukeln in unserer fahrbaren Sauna durch Rom und erreichen schließlich unser Hotel.

Es regnet immer noch stark, deshalb wollen wir nicht mit dem Gepäck die 700m zum Bahnhof laufen. Die Rezeptionisten machen uns wenig Hoffnung bei diesem Wetter kurzfristig ein Taxi zu bekommen. Steffen kann aber über die MyTaxi App auf seinem Handy problemlos ein Taxi buchen, das in zwei Minuten da ist und uns zum Bahnhof fährt. Zum Glück haben wir die Zeit für die Fahrt zum Flughafen großzügig geplant.

Zuerst landen wir bei den falschen Automaten. Italo fährt aber nicht zum Flughafen. Am Trenitalia Automaten buchen wir dann um 17.27 Uhr problemlos zwei Bahntickets zum Flughafen Fiumicino. In 8 Minuten soll der Zug abfahren. Wir gehen zum Bahnsteig (der für diesen Zug tatsächlich feststeht und immer der selbe ist). Ganz wichtig: erst einscannen und später noch einmal entwerten, sonst gilt man als Schwarzfahrer und das wird teuer.

Der Zug ist komfortabel, hat reichlich Platz für das Gepäck und bringt uns in 35 Minuten zum Flughafen. Wir essen noch jeder ein Panini, packen noch etwas um und geben dann den Koffer auf und laufen zu unserem Gate. Der Flug hat etwas Verspätung und in Tegel warten wir wie immer etwas länger auf das Gepäck. Um der Schlacht am Taxenstand zu entgehen bestellt Steffen wieder über die MyTaxi App ein Taxi, das uns nach kurzer Zeit auf dem Parkplatz vor Terminal A einsammelt und endlich nach Hause bringt.